Pflegedienst wechseln: Wann es Zeit ist und wie es geht

Ein Pflegedienst ist kein Vertrag fürs Leben. Wenn die Versorgung nicht stimmt, dürfen Pflegebedürftige jederzeit wechseln – und sollten es auch, wenn das Vertrauen fehlt. Wichtig ist nur, den Übergang so zu planen, dass keine Lücke entsteht.
Wann ein Wechsel angebracht ist
Typische Gründe sind ständig wechselndes Personal, unzuverlässige oder ständig verschobene Einsätze, mangelnde Absprache, ein ruppiger Umgangston oder das Gefühl, mit Fragen nicht ernst genommen zu werden. Auch wenn sich der Pflegebedarf ändert und der Dienst die neue Leistung – etwa Intensivpflege oder Palliativpflege – nicht abdecken kann, ist ein Wechsel sinnvoll.
Erst den neuen Dienst sichern

Die goldene Regel: Suchen Sie zuerst einen neuen Pflegedienst und klären Sie, ob und ab wann er übernehmen kann – und kündigen Sie erst dann. So vermeiden Sie eine Versorgungslücke. Über CAREFINDUS finden Sie schnell passende Anbieter, oft mit Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.
Kündigung und Fristen
Pflegeverträge können in der Regel mit einer kurzen Frist – häufig zwei Wochen – gekündigt werden; die genaue Frist steht im Vertrag, der sich am Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz orientiert. Kündigen Sie schriftlich und lassen Sie sich den Erhalt bestätigen. Ein neuer Dienst meldet die Versorgung selbst bei der Pflegekasse an – ein gesonderter Antrag ist meist nicht nötig.
Den Übergang organisieren
Bitten Sie um eine Übergabe der wichtigsten Informationen: Pflegeplanung, Medikamente, Besonderheiten. Ein seriöser neuer Dienst fragt diese ohnehin im Erstgespräch ab – worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie im Ratgeber Das Erstgespräch mit dem Pflegedienst.
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